Kasseler Wohnzimmer
Kurzbeschreibung
Das Kasseler Wohnzimmer ist ein sozial-missionarisches Projekt junger Christen aus verschiedenen Gemeinden, das ehrenamtlich verantwortet wird. An einem zentralen Platz in der Kasseler Innenstadt wird im Sommer für fünf Tage ein Open-Air-Wohnzimmer aufgebaut. Passanten werden eingeladen, die Gastfreundschaft von Christen zu genießen und über den Glauben ins Gespräch zu kommen.
Beschreibung
Seit 6 Jahren wird in einer Sommerwoche ein Openair-Wohnzimmer in der Kasseler Innenstadt aufgebaut. Eine Bar, Liegestühle und Sofas schaffen eine gemütliche Insel und viele freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter praktizieren Gastfreundschaft. Diverse Sportangebote (Volleyball, Fußball, Basketball) und Workshops (z.B. Graffiti, Boxen) bieten nachmittags Abwechslung. Abends gibt es Konzerte oder eine offene Bühne für spontane Musikeinlagen. In diesem Rahmen begegnen junge Christen aus Kassel Menschen ihrer Stadt und erzählen von ihrem Glauben. Andachten von der Bühne, ein gemeinsamer Gottesdienst am Ende der Woche gehören dazu, vor allem aber persönliche Kontakte und Gespräche mit den Passanten und den "Bewohnern" des Kasseler Wohnzimmers. Diese Kontakte werden teilweise weitergeführt.
Termine
Vom 8. bis 12. Juli findet dieses Jahr das Kasseler Wohnzimmer in der Kasseler Innenstadt (auf dem Platz vor dem Staatstheater) statt.
In der Vorbereitungsphase gibt es vier große Mitarbeitertreffen (19.März/20.April/11. Mai/15. Juni) und weitere Treffen in den Kleingruppen verschiedener Arbeitsbereiche. Ein Leitungsteam, das sich ab Januar jeden Monat trifft, plant und verantwortet diese Treffen.
Veranstalter
Veranstalter ist eine Allianz junger Christen aus verschiedenen Kasseler Gemeinden (landeskirchliche Gemeinschaften, Freie Evangelische Gemeinden, Jesus Freaks, SMD) und des CVJM-Kollegs unter rechtlicher Trägerschaft des EC-Jugendbundes Kassel e.V.
Ansprechpartner und Kontakt
Susanne Böcker, Hugo-Preuß-Str.40, 34131 Kassel, 0561/3087922,
Projekt-Homepage
http://www.kasselerwohnzimmer.de
Ausgangspunkt
Die Projektinitiative ging von Studierenden des CVJM-Kollegs und jungen Christen aus Kasseler Gemeinden. Inspiriert von dem Gedanken des öffentlichen Lebens, der mit Fernseh-Formaten wie "Big Brother" in den Fokus der Gesellschaft gerückt wurde, wollten die Initiatoren des Kasseler Wohnzimmers auch ihren Glauben öffentlich sichtbar machen. Vorbild war das Projekt "10 days" aus Marburg, bei dem 2003 junge Christen 10 Tage in einem Schaufensterladen lebten, und ihr Leben mit denjenigen teilten, die hineinkommen wollten.
Projektgruppe
Das Kasseler Wohnzimmer umfasst ein Mitarbeiterteam aus ca. 30 ehrenamtlichen jungen Leuten aus verschiedenen Gemeinden in Kassel. Darüber hinaus gibt es ein festes ehrenamtliches Leitungsteam für die Koordination des Projekts.
Ziele
Das Kasseler Wohnzimmer möchte
- Vorurteile gegenüber Christen und christlichen Gemeinden abbauen
- Glauben in das öffentliche Leben einer Großstadt bringen
- die Schwellen zur Kontaktaufnahme mit Christen senken und so auf eine ungezwungene Art und Weise über den christlichen Glauben ins Gespräch zu kommen
- junge Christen aus Kassel in einem Projekt zusammenbringen und Inspiration für ihr Leben und ihre Mission geben.
Zielgruppe
Das Kasseler Wohnzimmer soll in erster Linie Jugendliche ansprechen, ist aber auch offen für Passanten jedes Alters.
Erfahrungsgemäß nehmen viele Jugendliche das Angebot an. Manche Cliquen nutzen das Kasseler Wohnzimmer als ihren sommerlichen Treffpunkt.
Zudem werden auch junge Erwachsene durch das öffentliche Wohnzimmer angesprochen und zeigen Offenheit in den Gesprächen.
Ältere Leute finden das Kasseler Wohnzimmer ebenfalls interessant und trinken dort einen Kaffee am Nachmittag, informieren sich über das Projekt und die Ziele.
Konzeptionelle Einbindung
Als gemeinsames Projekt ist das Kasseler Wohnzimmer ein sommerlicher Höhepunkt und Teil der missionarischen Konzeption der beteiligten Gemeinden
Über persönliche Beziehungen gelingt es zum Teil auch nach der Woche im Kontakt zu Passanten zu bleiben und so Brücken zu den verschiedenen Gemeinden zu bauen. Als Brücke zwischen dem Projekt und den Gemeinden wird im Moment ein Nacharbeits-Modell entwickelt.
Unterstützung der Mitarbeiter
Die Mitarbeitenden des Kasseler Wohnzimmers werden durch das Leitungsteam durch die gemeinsamen Vorbereitungstreffen unterstützt, angeleitet und ermutigt ihre Ideen und Begabungen einzubringen und dabei auch Neues auszuprobieren.
Nach der Woche gibt es zudem eine "Dankesparty" mit Rückblick, attraktivem Programm und Essen. Die Schulung der Mitarbeitenden vor allem für die Gespräche mit Passanten möchten wir noch intensivieren.
Öffentlichkeitsarbeit
Das Kasseler Wohnzimmer wird über verschiedene Kommunikationsschienen bei den Kasseler Bürgern bekannt gemacht:
- Im Frühsommer wird in den christlichen Gemeinden Kassels das Projekt vorgestellt und um Unterstützung in der Mitarbeit und bei der Finanzierung gebeten.
- Der Oberbürgermeister der Stadt Kassel konnte als Schirmherr für das Projekt gewonnen werden.
- In den Wochen vor dem Beginn des Kasseler Wohnzimmers wird in Tageszeitungen, Kultur- und Veranstaltungszeitschriften auf das Kasseler Wohnzimmer aufmerksam gemacht.
- In diesem Zeitraum finden auch Einladungsaktionen an Schulen statt.
- Während der Woche werden Passanten durch kreative Straßenaktionen in der Fußgängerzone auf das Kasseler Wohnzimmer aufmerksam gemacht.
- Da das Kasseler Wohnzimmer zentral in der Innenstadt aufgebaut ist, ist es stark in der Öffentlichkeit präsent.
- Im letzten Jahr wurde in einem christlichen Fernsehsender ein Beitrag über das Kasseler Wohnzimmer ausgestrahlt und das Projekt auch über Kassel hinaus bekannt gemacht.
Finanzierung
Das Projekt finanziert sich ausschließlich aus Geld- und Sachspenden. Gemeinden, Privatpersonen aber zum Teil auch Firmen und Stiftungen konnten als Spender gewonnen werden. Das zur Verfügung stehende Budget hängt von Jahr zu Jahr davon ab, wie viele Spender bereit sind, das Kasseler Wohnzimmer zu unterstützen.
Auswertung / Erfolgskontrolle
Durch eine interne Auswertung und eine Selbstevaluation der Mitarbeitenden mit einem Fragebogen wird das Projekt jährlich ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass die Kontakte, die zwischen den Mitarbeitern geknüpft wurden über das Kasseler Wohnzimmer hinausgingen und sich so derzeit ein übergemeindliches Netz unter jungen Christen bildet.
Das Projekt wurde in der Kasseler Öffentlichkeit sehr gut angenommen wird, was u.a. durch die Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters und die positive Resonanz in der lokalen Presse dokumentiert wird.
Die Kasseler Gemeinden haben das Projekt durch Gebet, Spenden und durch Mitarbeitende unterstützt.
Überregional wurde das Kasseler Wohnzimmer durch Artikel in Zeitschriften und einem christlichen Fernsehsender zudem sehr positiv bewertet.
Einige Kontakte zwischen Mitarbeitenden und Besuchern sind zu Freundschaften geworden sind und ein paar Passanten und Besucher haben so den Weg in eine Gemeinde gefunden.
Nachwirkungen
Beim Kasseler Wohnzimmer geht es besonders um persönliche Kontakte. Durch Gespräche und die gemeinsamen Erlebnisse im Wohnzimmer können dauerhafte Freundschaften entstehen. Der Bereich Nacharbeit wird in diesem Jahr noch mehr Beachtung finden. Es gibt ein eigenes Team, das sich darüber Gedanken macht und nach der Woche z.B. Treffen zum Grillen oder Fußballspielen anbietet, um entstandene Kontakte weiterzuführen und so Brücken in Gemeinden zu bauen und ins Gespräch über Gott und das Leben zu kommen.
Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit soll das Kasseler Wohnzimmer zum Modell von ähnlichen Projekten in andern Großstädten werden.
Verwendung der Preisgelder
Das Preisgeld würden wir investieren in
- die Ausstattung des Kasseler Wohnzimmers ( z.B. in die Reparatur von Sofas, neue Wohnzimmer-Gegenstände, Licht- und Tontechnik).
- den Bereich der Mitarbeiterbegleitung und in die Qualifizierung von Mitarbeiter
Kontakt-Email
Dateien

