Quasselcafé
Kurzbeschreibung
Im Quasselcafé sind Menschen eingeladen, bei einer Tasse (fairen) Kaffees miteinander und mit unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ins Gespräch zu kommen. Begegnungsmöglichkeiten werden geschaffen und auf weiterführende Angebote der Gemeinde hingewiesen. Geplant sind auch Spielenachmittage und generationsverbindende Angebote.
Beschreibung
Das Quasselcafé wurde im März 2009 in einem bisher leerstehenden Pfarrhaus direkt am Marktplatz der Kleinstadt Oschersleben eröffnet. Zunächst an Markttagen geöffnet, bietet es Besuchern des Marktes die Möglichkeit, jenseits von Kommerz bei einer Tasse Kaffee auszuruhen und mit anderen ins Gespräch zu kommen. Wir wollen der Vereinsamung gerade auch alter Menschen entgegenwirken und Begegnungsmöglichkeiten schaffen. Daneben wird auch über die anderen Angebote der Gemeinde informiert. Geplant ist eine Ausweitung der Öffnungszeiten, das Angebot von Spiel- oder Bastelnachmittagen, evtl. auch das Angebot gemeinsamer Mahlzeiten in Kooperation mit der Küche der örtlichen WfbM und generationsübergreifende Begegnungen.
Termine
Das Café ist in der Startphase dienstags und freitags von 9:30 bis 12.00 Uhr geöffnet, eine Ausweitung der Zeiten ist geplant.
Veranstalter
Ev. Kirchengemeinde St. Nicolai Oschersleben
Ansprechpartner und Kontakt
Pfr. Friedrich von Biela
Puschkinstraße 35
39387 Oschersleben
Tel. 03949 2447, Fax. 03949 500310
fvbiela@st-nicolai-oc.de
Ausgangspunkt
Das Pfarrhaus am Kirchplatz steht seit einiger Zeit leer, im Gemeindekirchenrat wurde ein Nutzungskonzept für das Haus erarbeitet. Die Einrichtung von Begegnungsmöglichkeiten für die Menschen der Stadt ist dabei ein wichtiges Anliegen.
Gleichzeitig entsteht aus der Gemeinde heraus die Idee zur Einrichtung eines Cafés in dieser exponierten Lage.
Im März 2009 wurde mit einer zunächst kleinen ehrenamtlichen Gruppe das Projekt gestartet.
Projektgruppe
Drei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, davon eine, die bisher in der Gemeinde wenig aktiv war, haben das Projekt gemeinsam mit dem Pfarrer gestartet. Unterstützt werden sie von einer Mitarbeiterin mit "1-Euro-Job".
Ziele
Zunächst geht es um Begegnungs- und Gesprächsmöglichkeiten für Menschen, die sonst (fast) nur allein sind, insbesondere Seniorinnen und Senioren. Sie sollen im kirchlichen Raum einen Ort für den Gedankenaustausch haben und auch eigene gemeinsame Aktivitäten entwickeln können. Spielenachmittage sind in diesem Zusammenhang schon angeregt worden.
Darüber hinaus sollen auch generationenübergreifend Menschen zusammengeführt werden. Es geht darum, Kirche als einen Begegnungsraum für alle Menschen erfahrbar zu machen und so auch Berührungsängste zu nehmen.
Der Gedanke des fairen Handels kann über das Angebot "fairen" Kaffees und Tees weitergegeben werden.
Zielgruppe
ältere und/oder einsame Menschen,
später auch Familien oder Berufstätige, die hier zu Mittag essen können.
Das Projekt ist auf eine schrittweise und an den Bedürfnissen orientierte Ausweitung der Zielgruppen ausgerichtet.
Konzeptionelle Einbindung
Es ist ein Grundanliegen der Kirchengemeinde, sich Menschen am Rande oder außerhalb der Gemeinde zu öffnen und als Kirche "für andere" erkennbar zu werden. Projekte wie regelmäßige Kirchenöffnungen, aber auch Beteiligung an kommunalen Aktivitäten wie dem "Tag der Regionen" etc. zielen ebenfalls in diese Richtung.
Unterstützung der Mitarbeiter
Das Projekt wird durch den Pfarrer und den Gemeindekirchenrat begleitet. Über den Start wurde in der örtlichen Presse und im Gemeindebrief berichtet. Durch Verlegung von Gemeindeveranstaltungen in das Café wird die Verzahnung mit der übrigen Gemeindearbeit sichtbar gemacht. Durch weitgehende Selbständigkeit bei der Ausgestaltung des Projekts und positive Rückmeldungen von Mitarbeitenden, Gemeindegliedern und Besuchern sind die Mitarbeitenden motiviert.
Öffentlichkeitsarbeit
Durch Aushänge und Flyer im gemeindlichen Kontext und in der Öffentlichkeit sowie durch Pressemitteilungen und darauf folgende Eigenberichte der örtlichen Presse wurde das Projekt bekannt gemacht. Wichtig ist aber vor allem auch die "Mund-zu-Mund"-Weitergabe der Einladung.
Finanzierung
Das Projekt wird aus dem Gemeindehaushalt finanziert, allerdings decken Spenden der Café-Besucher zur Zeit vollständig die Kosten. (Der Kaffee wird kostenlos ausgegeben, um Spenden für die Unkosten wird gebeten.)
Auswertung / Erfolgskontrolle
Für eine Bewertung ist es wohl noch zu früh, die Startphase ist sehr erfolgreich verlaufen, da eine stabile Besucherzahl erreicht ist. Erfolgskriterien sind neben der Besucherzahl vor allem die Entwicklung des weiteren Angebots sowie die Einbeziehung weiterer Ehrenamtlicher auch aus den "Randbereichen" der Kirchengemeinde.
Das Projekt wurde innerhalb und außerhalb der Kirchengemeinde sehr positiv aufgenommen (lediglich der Name ist noch umstritten).
Nachwirkungen
können noch nicht abgeschätzt werden, da das Projekt erst angelaufen ist.
Verwendung der Preisgelder
Ein Preisgeld wäre willkommen wohl in erster Linie für eine "professionellere" Ausstattung des Cafés sowie die Anschaffung von Spielen, Bastelmaterial u.ä. zum weiteren Ausbau der Arbeit im Café.
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