Martin Luther, die Bibel und ich
Kurzbeschreibung:
Das Projekt ist eine Aktion des Evangelischen Jugendbildungsprojektes wintergrüne zum Thema "Bildung, Sprache und Reformation". Die ganze Bibel soll versweise fortlaufend abgeschrieben und so etwa 31.000 Menschen in einem Buch zusammen und mit der Heiligen Schrift in Kontakt bringen.
Bilder:
Keine Bilder zur Verfügung gestellt.
Beschreibung:
Ziel der Aktion ist es bis 2017, Martin Luthers Leistung für die deutsche Sprache und die Übersetzung und Verbreitung der Bibel zu würdigen sowie seinen Einsatz für die allgemeine Bildung und die Einrichtung von Schulen herauszustellen. Eine Schule besuchen, Lesen, Schreiben und das ABC lernen - dies alles wäre ohne Martin Luther heute vielleicht nicht so selbstverständlich.
Mit dieser Aktion wollen wir den Besuchern unseres Hauses, den Torgauern und den Gästen der Stadt die Bibel wieder neu ans Herz legen. Zugleich würdigen wir Martin Luthers Bedeutung für die Herausbildung der deutschen Sprache und Bildung. Die altehrwürdige Superintendentur, in der Luther mit seinen Mitstreitern sich nachweislich mehrfach aufhielt und die Torgauer Artikel verfasste, die 1530 in die Confessio Augustana eingingen, rückt durch diese Aktion als Lutherstätte in den Blick und viele der Touristen, die vorher an unserem Haus noch vorbeigingen, werden "auf Luthers Spuren" auch ins Haus kommen.
Langfristige Wirkung soll das Projekt durch ein umfangreiches Begleitprogramm erzielen.
Termine:
Das Bibelabschreibprojekt steht allen Interessierten täglich von 10 - 16 Uhr offen. Bei vorheriger Anmeldung sind Besucher jederzeit auch außerhalb der Öffnungszeiten willkommen. Auch die begleitenden Workshops für Grundschulklassen "Luthers Spuren in Torgau" und für Jugendliche und Erwachsene "Luther und sein Wirken in Torgau" sind jederzeit möglich. Mit diesen Angeboten können wir auch in Schulen oder öffentliche Einrichtungen reisen, das Projekt multipliziert sich auf diese Weise. Ein Vortrag "Pädagogische Gedanken bei Martin Luther und August Hermann Francke" lädt zu einer besonderen Blickweise auf den Reformator ein. Weitere Angebote werden erarbeitet.
Veranstalter:
Evangelischer Kirchenkreis Torgau Delitzsch als Träger des "Evangelischen Jugendbildungsprojektes wintergrüne"
Ansprechpartner und Kontakt:
Beate Senftleben
Leiterin Evangelisches Jugendbildungsprojekt wintergrüne
Evangelisches Jugendbildungsprojekt wintergrüne
Wintergrüne 2
04860 Torgau
Tel.: 03421/ 70 34 80
Fax: 03421/ 70 34 89
info@wintergruene.de
www.wintergruene.de
Projekt-Homepage:
Ausgangspunkt:
Ausgangspunkt waren wachsende Touristenströme, die kurz die gegenüber liegende Marienkirche besuchten und nach einem Blick auf das Äußere der Alten Superintendentur schnell weiter wollten. Eine nachhaltige Beschäftigung mit dem Thema Glauben und Reformation konnte auf diese Weise nicht möglich sein. Unsere pädagogische Leiterin, Frau Dr. Liebold, hatte dann die Idee, die Vorbeiziehenden mit der besonderen Idee des Bibelabschreibens am historischen Ort ins Haus zu holen.
Projektgruppe:
Projektleitung sind Dr. Heide Liebold und Beate Senftleben, die für den notwendigen Ideenschub und die Finanzierung sorgen, Sachbearbeiterin Kerstin Göcht, die alles Organisatorische in ihren Händen hält, Ehrenamtliche wie Annett Schmidt und Sandra Raunig, die sehr viel Herzblut und gute Ideen investierten und viele der Ideen konkret gestalteten. Weiterhin wirken an diesem Projekt Personen mit, die über die Agentur für Arbeit wie auch die Arge gefördert werden und obwohl nur für einige Zeit hier beschäftigt, sehr engagiert zum Gelingen des Projekts beitragen. Interessant ist, dass viele dieser zeitweise Beschäftigten vorher noch keinerlei Kontakt mit Kirche oder Glauben gesucht hatten, sich trotzdem über das Projekt sehr für diese missionarische Idee einsetzen.
Ziele:
Ziel ist, bis 2017 gemeinsam mit 31.000 Menschen ein handschriftliches Exemplar der Lutherbibel herzustellen. Dieses soll gebunden werden und im Rahmen einer besonderen Ausstellung, die handschriftliche Bibeln, Evangelien oder Abschnitte zeigt, präsentiert werden. Alle Besucher, Christen und Nichtchristen, sind zu diesem Projekt eingeladen. Besonders kirchenferne Personen sollen die Möglichkeit erhalten, über die Beschäftigung mit der Kulturleistung der Bibelübersetzung für sich aus der Heiligen Schrift zu gewinnen.
Zielgruppe:
Alle Besucher, Christen und Nichtchristen, sind zu diesem Projekt eingeladen. Besonders Schulklassen erleben die Workshops als Bereicherung ihrer Allgemeinbildung und nehmen gern von der Möglichkeit, selbst einen Vers einzuschreiben, Gebrauch. Gäste des Hauses werden auf das Projekt aufmerksam gemacht. Das in der Nähe befindliche Standesamt lädt Brautpaare ein, sich an ihrem besonderen Tag in das Buch der Bücher mit einem handgeschriebenen Vers einzutragen.
Da zunächst die Kulturleistung der Bibelübersetzung im Vordergrund steht, haben auch Kirchenferne in der Regel kein Problem, an diesem Projekt teilzunehmen und erleben die Chance, einen Blick auf eine aufgeschlagene Bibelseite zu werfen, durch uns bei Interesse die ganze Geschichte erzählt zu bekommen und damit erstmals zu erleben, was so alles in der Bibel steht.
Konzeptionelle Einbindung:
Unsere Kernausstellung "Wurzeln und Flügel", die durch den Kirchenkreis Torgau Delitzsch initiiert und getragen wird, beschäftigt sich auf unkonventionelle Art mit der Welt der Werte. Von Jugendlichen konzipiert, ermöglicht sie neue Sichtweisen für Jugendliche und Erwachsene. Ausgehend von den Themen, die direkt damit zusammenhängen, entwickeln wir Projekte, die sich mit Werten im weiteren Sinn beschäftigen. Die Bibel und Martin Luther gehören auf diesem Weg einfach dazu.
Ansprechpartner und Kontakt:
Beate Senftleben
Leiterin Evangelisches Jugendbildungsprojekt wintergrüne
Evangelisches Jugendbildungsprojekt wintergrüne
Wintergrüne 2
04860 Torgau
Tel.: 03421/ 70 34 80
Fax: 03421/ 70 34 89
info@wintergruene.de
www.wintergruene.de
Unterstützung der Mitarbeiter:
Die Motivation der Mitarbeiter erfolgt ausschließlich auf ideellen Wegen. Sie sind die "Macher" des Projekts, gemeinsam werden Projektideen gesammelt, gewertet und die Gestaltung mit bisher möglichst einfachen und finanzierbaren Mitteln geplant und durchgeführt. Gemeinsam überlegen wir, wie mehr Besucher für das Projekt gewonnen werden können und freuen uns über Erfolge, gute Besucherzahlen und intensive Gespräche. Wir bereiten die Mitarbeiter auf die Gäste vor, damit sie im Umgang mit ihnen sicher sind und beide Seiten sich wohl fühlen. Selbst stehen wir jederzeit für Fragen zur Verfügung. Die Projektleitung erfährt Anerkennung durch die Leitung des Kirchenkreises und großes Interesse, welches auch der Regionalbischof für das Projekt bekundet.
Öffentlichkeitsarbeit:
Zunächst wurden einfache Handzettel erstellt, momentan ist ein Flyer in Vorbereitung (s. Anlage), der als Prototyp schon auf diesjährigen Messen für das Projekt warb. Die Mitarbeiter gestalteten einen Fahrradständer an der Marienkirche, der auf das Projekt hinweist (s. Anlage Fotodokumentation). Gäste, die auf dem Internationalen Fernradwanderweg nach Torgau einfahren, werden durch Hinweisschilder auf das Projekt aufmerksam gemacht. Für sie besonders interessant ist die Möglichkeit, das Rad auf dem Hof der Superintendentur zu parken und von dort aus ohne Gepäck weitere Erkundungen der Reformations- und Renaissancestadt Torgau zu unternehmen. Die Schließfächer für das Gepäck stellen wir durch unsere Ausstellung zur Verfügung. Regelmäßig schreiben wir Artikel in der regionalen Presse, auch im Kirchenkreiskurier ist stets über den aktuellen Stand des Projekts zu lesen. Die Gemeindeglieder werden dort besonders aufgefordert, selbst gute Ideen zu liefern und Werbung für das Projekt zu machen. Weiterhin nutzt die Projektleitung jeden öffentlichen Auftritt, um das Projekt bekannt zu machen.
Finanzierung:
Die Besucherzahlen sind nicht das ausschließliche Mittel unserer Erfolgskontrolle, allerdings ein gutes Indiz für die Effektivität unserer Öffentlichkeitsarbeit. Dafür existiert eine Dokumentation, die täglich geführt und wöchentlich ausgewertet wird. Bei 10 Besuchern pro Tag bis 2017 kann das Projekt auch zahlenmäßig erfolgreich werden. Damit ist für diese Saison ein erheblicher Nachholbedarf nach der witterungsbedingten Flaute im Winter entstanden, für den weitere Aktionen notwendig werden. Dafür sind wir ständig mit den Besuchern im Gespräch, fragen nach Wünschen und Vorstellungen, nehmen aber auch Enttäuschungen auf, um flexibel die weitere Gestaltung des Projektverlaufs nach den Interessen der Besucher anzugehen, ohne das Ziel, die intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift, aus den Augen zu verlieren. Ein Erfolg ist für uns auch das Interesse der Öffentlichkeit und dass die regionale Presse regelmäßig über das Projekt berichtet. Auch dass von kirchlicher Seite nach dem Fortgang des Projekts gefragt wird, ist uns deutliches Zeichen, dass wir wertvolle Arbeit leisten.
Nachwirkungen:
Alle Besucher, Christen und Nichtchristen, sind eingeladen, an diesem besonderen Projekt teilzunehmen. Besonders die Kirchenfernen erleben durch die Niedrigschwelligkeit des Projekts Kirche hier besonders als einen Ort, der aktuelle Themen wie Bildung oder Chancengleichheit in seiner Tradition verankert hat. Dadurch, dass ausgewählte Zitate und Bibelstellen mit nach Hause genommen werden können, ist ein Erinnern an das in Torgau Erlebte gegeben. Die Teilnehmer können so auch zu Multiplikatoren werden, vielleicht sogar für das Projekt werben, an historischem Ort selbst Spuren zu hinterlassen. Kirche kommt so auf neue Art mit Außenstehenden in Kontakt.
Das Projekt ist einer unserer Beiträge im Rahmen der Lutherdekade, die reformatorische Idee wird im Gespräch mit den Teilnehmenden vermittelt.
Das Kulturgut Bibel, die theologische Quelle Bibel kann so, durch die Vermittlung durch uns und unsere Mitarbeiter zur Begleiterin durch den Alltag werden.
Besonders bei Personen, denen der Vers im Zusammenhang erläutert wird, die ganze Geschichte erzählt wird, wecken wir Neugier auf das, was noch in der Bibel zu finden ist.
Das Projekt eröffnet neue Berührungsflächen und Kontakte, macht auch kirchenfremden Personen Mut und Lust, mit der Bibel Bekanntschaft zu machen.

