Fußballfestival Geithain - Lasst die Kicker zu mir kommen.
Kurzbeschreibung:
Das Kirchspiel Geithainer Land veranstaltet öffentlichkeitswirksam ein Konfirmanden-Fußballturnier, zu welchem auch Jugendweihegruppen, Jugendclubs und Schulklassen eingeladen werden. Gemeinsam mit interessierten Bürgern der Stadt wird das Festival gestaltet. Das Festival sucht den sportlichen Wettkampf mit gemeinsamer Feier und christlicher Bildung zu verbinden. Die Kirchgemeinde präsentiert sich öffentlich wahrnehmbar mit einem positiv besetzten Thema. Sie schafft Rahmenbedingungen für Christen, neue Kontakte zu knüpfen und situativ eingebunden das Evangelium zu kommunizieren.
Bilder:
Beschreibung:
Das Kirchspiel Geithainer Land organisiert ein Fußballturnier, zu welchem Konfirmandengruppen der sächsischen Landeskirche, Teeniegruppen befreundeter Gemeinden (Partnergemeinden) sowie nichtkirchliche Schul- und Jugendgruppen eingeladen werden.
Alle zwei Jahre wird in Geithain ein Fußballturnier für Teenager organisiert. Eingeladen sind Konfirmanden der sächsischen Landeskirche, befreundeter Kirchgemeinden in Deutschland, den Niederlanden und der Tschechischen Republik sowie Fußballmannschaften der umliegenden Schulen, Jugendclubs und Jugendweiheverbände.
Herzstück des Fußballfestivals ist ein Turnier der verschiedenen Mannschaften in zwei Altersgruppen (Small Tigers: 13-15 Jahre und Big Lions: 16-18 Jahre). Gespielt wird auf Kleinfeldern der ortsansässigen Fußballvereine. Schiedsrichter mit offizieller Lizenz pfeifen die Spiele (2006: Internationales Schiedsrichterseminar aus Leipzig, 2008: Schiedsrichter aus der Region). Spieler, welche aus dem Turnier ausgeschieden sind, bestreiten in neu zusammengesetzten Mannschaften ein Nebenturnier.
Neben dem Fußballturnier wird ein christlich-kulturelles Programm gestaltet. Ein Tag ist für einen Ausflug nach Leipzig reserviert. Die Teenager besichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt, das Stadion und das Gelände des Traditionsvereins 1. FC Lokomotive Leipzig.
Die Abende sind durch Konzerte und Shows im Bürgerhaus der Stadt Geithain gestaltet, zu denen christliche Bands und Prominente eingeladen werden. An zentralen Stellen, z.B. bei Losverfahren oder Pokalverleihungen, treten Politiker (die Bundestagsabgeordnete der Region, der Landrat, der Bürgermeister) mit Grußworten auf.
Das Fußballfestival soll im Bereich des Fußballs Schnittstellen zwischen Christen und Menschen ohne festen Bezug zu einer Gemeinde schaffen, an denen der christliche Glaube thematisiert wird. Daher ist die Stadtkirche zentraler Veranstaltungs- und Versorgungsort für alle Spieler und Gäste. Das Camp für Gäste, der zentrale Info-Point sowie die Essensausgabe finden sich hier. Die für organisatorische Abläufe vorgesehene Mittagskonferenz wird genutzt, um kurze geistliche Impulse (Andacht, Verknüpfung von Ansagen mit Bibelworten, Hinweise auf den Kirchraum und dessen Gestaltung) genutzt. Vor den Spielen werden mit den Mannschaften Gebete gesprochen.
Neben den Fußballspielenden und ihren Begleitern richtet sich das Fußballfestival an Bürger, Vereine und Institutionen der Region. Sie werden in die Vorbereitungen und in die Durchführung mit eingebunden. Sowohl kirchlich engagierte als auch bisher kirchlich nicht engagierte Menschen arbeiten gemeinsam an der Umsetzung des Projektes.
Ziel des Fußballfestivals ist es, Konfirmanden das Gefühl zu geben, Gastgeber und Akteure eines großen Sportevents zu sein. Sie sind keine marginalisierte Minderheit, sondern erleben sich im Zentrum eines pulsierenden Teenager-Events und stehen im Zentrum des öffentlichen Interesses. Dabei sollen sie Kirche als interessantes und geistlich hilfreiches Geschehen wahrnehmen. Die Gemeinde möchte, dass Kontakte zu und zwischen Teenagern und den Einwohnern Geithains geknüpft und Gelegenheiten zum zeugnishaft gelebten Christsein geschaffen werden.
Von entscheidender Bedeutung für das Festival ist die Öffentlichkeitsarbeit. Gezielt wird das Festival den Bürgern Geithains in den Medien (Lokalpresse, Radio, Aushänge, Informationsveranstaltungen) präsentiert. Sponsoren sollen nicht nur für Spenden gewonnen werden, sondern werden gezielt zu den Veranstaltungen eingeladen. Besonders zu lokalen Sponsoren sollen persönliche Kontakte entstehen. Die Stadtverwaltung wird gezielt einbezogen, um ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Kirche und öffentlichen Einrichtungen zu fördern.
Termine:
25.-28. Mai 2006,
1. bis 4. Mai 2008,
13. -16. Mai 2010
Veranstalter:
Ev.-Luth. Kirchspiel Geithainer Land
Ansprechpartner und Kontakt:
Haus der Kirche, Markt 8, 04643 Geithain, Pfarrer Markus Helbig,
Fon: 03 43 41/40537,
Fax: 03 43 41/ 3 36 27, kirche-geithain@web.de, www.kirche-geithain.de
Projekt-Homepage:
http://www.fussballminiwm.de/http://ff08.pytalhost.de/http://ff2010.de/
Ausgangspunkt:
Die Konfirmandengruppe des Jahrgangs 05/06 bestand zu einem gewichtigen Anteil aus aktiven Fußballern. Diese erlebten in ihrer Konfirmandenzeit immer wieder Reibungspunkte zwischen ihrer Vereinsaktivität und verschiedenen Gemeindeaktivitäten (v.a. Gottesdienstbesuch). Zudem war auch in Geithain der Schwung der Fußballweltmeisterschaft 06 (Leipzig als Austragungsort) deutlich zu spüren. Diesen wollte die Gemeinde missionarisch nutzen.
Aus einem schlichten Fußballturnier hat sich ein Fußballfestival entwickelt, welches auch Fans und Begleiter ansprechen sollte. Auch Nichtfußballer wurden integriert (Cheerleading for Jesus).
Projektgruppe:
1: Angestellte:
Leitung durch Pfarrer Markus Helbig unter Mitarbeit von Pfarrer Johannes Möller
Organisatorische Ausführung durch FSJler
Aufbau und praktische Tätigkeiten: Ein-Euro- Jobber und ABM in Zusammenarbeit mit der Stadt
2. Ehrenamtliche der Gemeinde
Junge Gemeinde (v.a. Abendveranstaltung, Technik, Bus-Shuttle, Band-/Gästebetreuung...)
Freiwillige (Aufbau, Kommunikation, Pressearbeit...)
Die Bitte um Mitarbeit wurde in der Gemeinde allgemein bekannt gegeben, die Jugendgruppen über ihre Leiter einbezogen und einzelne Personen direkt angesprochen.
3. Helfer und Unterstützer aus dem Umfeld der Gemeinde
Entsprechend den Aufgabenfeldern (med. Betreuung, handwerkliche/technische Aufgaben, Logistik, Versorgung, ...) werden Menschen mit Interessen und Fähigkeiten in dem jeweiligen Aufgabengebiet um Unterstützung des Fußballfestivals gebeten. (z.B. durch Zeitungsaufruf, Informationsveranstaltungen, ... )
Größere Organisationen werden - soweit finanzierbar - gezielt einbezogen (THW, DRK, FFW - logistische Hilfe, Sicherheitsvorkehrungen, Zeltaufbau). Gewerbetreibende der Region werden um Sponsoring oder konkrete Unterstützung durch ihre Fachkompetenz gebeten.
Lehrer werden als Betreuer für die Übernachtungsmöglichkeit in der Schule (Hotel Pauli) geworben.
Ziele:
1. Das Fußballfestival ermöglicht, dass Konfirmanden sich als Akteure eines Sportevents von öffentlichem Interesse erleben. Sie erfahren Stärkung ihrer Gemeinschaft und erleben eine Kirche, die an ihren Hobbys interessiert ist. Das Festival soll somit dazu beitragen, dass Konfirmation ein positives Image erhält.
2. Das Fußballfestival schafft Rahmenbedingungen, damit aktive Kirchenglieder und distanziertere Menschen sich begegnen und austauschen, kirchliche Räume kennen lernen und Ausschnitte der christlichen Botschaft hören.
3. Die Kirchgemeinde präsentiert sich öffentlich wahrnehmbar als Ort für Jugendliche.
4. Kirchlich bislang kaum Engagierte werden in ein Projekt der Gemeinde eingebunden.
Zielgruppe:
Fußballbegeisterte Konfirmanden aus der Region Geithain, aller Kirchenbezirke in Sachsen, Jugendweihe-Gruppen und Schulklassen.
Mädchen mit Cheerleader- Begeisterung
Bürger aus dem Umfeld der Kirchgemeinde
Konzeptionelle Einbindung:
Die Konfirmandenarbeit des Kirchspiels ist auf Höhepunkte hin angelegt (Freizeiten, Seminare, Ausflüge). Bereits während der Konfirmandenzeit sind die Teenager in Jugendgruppen der Gemeinde integriert. Beim Fußballfestival arbeiten ältere Teilnehmer dieser Jugendgruppen gezielt mit und begleiten die Konfirmanden. Bestehende Kontakte (Freizeiten, Jugendgottesdienste) in den Kirchenbezirk werden ausgebaut. Das Fußballfestival ist eines der Höhepunkte der Konfirmandenarbeit des Jahres.
Das Kirchspiel Geithainer Land suchte bereits vor dem Fußballfestival 2006 öffentliche Veranstaltungen mitzugestalten (z.B. Weihnachtsmarkt). Das Fußballfestival soll als von Geithainern mitgetragene Veranstaltung diese Linie fortführen.
Ansprechpartner und Kontakt:
Haus der Kirche, Markt 8, 04643 Geithain, Pfarrer Markus Helbig,
Fon: 03 43 41/40537,
Fax: 03 43 41/ 3 36 27, kirche-geithain@web.de, www.kirche-geithain.de
Unterstützung der Mitarbeiter:
Die Beteiligten wurden ermutigt, eigenverantwortlich in einem abgegrenzten Aufgabengebiet zu agieren. Pfarrer Markus Helbig stand als Berater und Begleiter zur Verfügung. Den FSJ-lern wurde ein Büro in direkter Nachbarschaft zum Pfarrbüro eingerichtet.
Schulungen für einzelne Arbeitsbereiche (Öffentlichkeitsarbeit, Technik, Verkündigung) werden nicht in Seminarform angeboten, sondern durch die gezielte Zusammensetzung von Teams aus erfahrenen und weniger erfahrenen Mitarbeitern ermöglicht.
Das Fußballfestival wurde mit einem Grillfest für Mitarbeiter abgeschlossen.
Öffentlichkeitsarbeit:
- Gemeinden, zu denen Kontakte bestehen (Partnergemeinden, Auslandsgemeinden, ...) (Baptisten Weimar, Hengelo (NL), Wietzen u. Lüneburg (Hannover) werden kontaktiert und eingeladen.
- Anschreiben an jeden Kirchenbezirk in Sachsen, CVJM Dachverband, Bistum Dresden-Meißen.
- Anschreiben, Flyer und Aushänge (Kirchgemeinden, Schulen, Jugendweiheverbände, Kreisjugendring, Landesjugendkammer, Jugendclubs, Firmen, Landessportbund)
- Pressearbeit (Zeitungsartikel (Sonntag, regionale Presse))
- Pressekonferenz für Sponsoren und Unterstützer
- Internetauftritt
- 2006: Radio-Berichte (PSR und ERF), Radiowerbung
- Persönliche Einladung
- Schirmherrschaften durch Landesbischof Jochen Bohl + Politiker (2006: Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt, 2008: Kanzleramtsminister Dr. Thomas de Maizière)
- Eigenes Logo
Finanzierung:
Das Fußballfestival wurde von Fußballspielern gut angenommen. (2006: 16 Mannschaften mit ca. 180 Spielern, 2008: 18 Mannschaften, ca. 160 Spieler) Für einige der Spieler war das Fußballfestival eine der ersten Gelegenheiten, Kirche und kirchliche Aktivitäten bewusst wahrzunehmen. Verschiedene Gemeinden/Kirchenbezirke (Marienberg, Pirna, Großenhain) integrieren das Fußballfestival in ihren Jahresplan und trainieren gezielt auf das nächste Event hin.
Insgesamt ca. 100 Mitarbeiter, davon fast 50% ohne persönliche Bindung an die Gemeinde, beteiligten sich an der Ausgestaltung des Festivals.
Zahlreiche Sponsoren bekundeten die Bereitschaft, sich eine Zusammenarbeit wieder vorstellen zu können. Das "Eis" zwischen Stadtverwaltung, Gewerbeverein und Fußballverein auf der einen Seite und Kirche auf der anderen Seite ist gebrochen. In einer Region, in welcher nur 1/3 der Bürger Kirchenmitglieder sind, wird Kirche als wichtiger und integrativer "Verein" des Lebens in der Stadt Geithain wahrgenommen. Das Fußballfestival legte somit einen wichtigen Grundstein für ein geplantes evangelistisches Stadtfest.
Die organisatorischen Strukturen wurden so aufbereitet, dass sie von anderen Mitarbeitern nach zwei Jahren fortgeführt werden können.
Das Fußballfestival wurde in der Stadt Geithain deutlich wahrgenommen. Die Werbung in der Stadt, die Hinweisschilder für die Spieler, die Fußballergruppen sind im Stadtbild aufgefallen und wurden dank der zum Teil ausführlichen Berichterstattung in der Presse auch mit dem Projekt der Kirchgemeinde in Verbindung gebracht.
Die Spiele wurden nur von wenigen Geithainern verfolgt. Von jüngeren Geithainern wurden die Abendshows mit Musik wahrgenommen. Viele bleiben jedoch vor der Kirche bzw. dem Bürgerhaus und beobachteten das Geschehen von dort.
Nachwirkungen:
Direkt im Anschluss an das Fußballfestival wurde die Planung für 2008/2010 von Teilnehmern und Beobachtern gewünscht und begonnen.
Das Fußballfestival wirkte vor allem vertrauensbildend. Bürger Geithains konnten Berührungsängste abbauen, kirchliche Veranstaltungen erleben und Gemeindeglieder kennen lernen. Das Festival bildet somit einen entscheidenden Türöffner für ein für Sommer 2009 geplantes evangelistisches Stadtfest.
Mögliche Ideen für die Fortführung ist die Gestaltung einer offiziellen sächsischen Konfirmanden-Meisterschaft. Parallele Projekte in anderen Landeskirchen ließen einen Vergleich über den sächsischen Rahmen hinaus zu.
Bei parallelen Veranstaltungen unter gleichem Namen ist eine Kontaktaufnahme mit dem Veranstalter zur Absprache zwecks gemeinsamer Standards sinnvoll.





