Menschen helfen Menschen
Kurzbeschreibung:
Am Anfang stand die begeisternde Vision: Menschen aus dem Umfeld
der Gemeinde soll mit Nachbarschaftshilfe gedient werden und durch dieses Tun zum Glauben eingeladen werden. Eine neue Art des in die Stadt hinein Wirkens, sich also in die zivile Gesellschaft hinaus bewegen und christliche Werte im unmittelbaren Wohnumfeld weitergeben.
Bilder:
Keine Bilder zur Verfügung gestellt.
Beschreibung:
Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Bekanntwerden der Gemeinde in der Weststadt (Stadtteil von Schwerin) und darüber hinaus, somit auch das der christlichen Werte über die Generationen hinweg, zu fördern; nicht im Vordergrund stand der finanzielle Vorteil für die Durchführung von Projekten der Bernogemeinde Schwerin.
Dieses Ziel kann man nicht erreichen, indem man eine offene Tür hat, sondern man muss sich mit einer Idee in die zivile Gesellschaft hinaus bewegen, sich "auf den Markt begeben".
Dies gelingt am Besten mit einer Idee, die von allen Bewohnern der Weststadt für gut befunden wird und für alle auch nützlich sein kann und die so in der Weststadt noch nicht vorhanden ist. So reifte der Entschluss, der Förderkreis solle sich in alle Formen der Nachbarschaftshilfe einbringen können.
Dafür braucht man aber Menschen, die diese Ideen umsetzen und täglich zur Verfügung stehen. Mit ehrenamtlich Tätigen ist dies allein nicht zu bewerkstelligen. Uns ist es gelungen, die ARGE von unserem Konzept zu überzeugen und mit ihr zusammen ein Pilotprojekt zu starten. Sie stellte uns 10 Menschen für zunächst ein Jahr zur Verfügung, die von der ARGE bezahlt werden. Wir müssen diese Personen entsprechend gewisser Vorgaben natürlich beschäftigen.
Termine:
1. Durchführung der Ausstellung "1000 Frauen für den Frieden" bis 08.06.09
2. Nach Abschluss der Ausstellung Erarbeitung einer Dokumentation bis Mitte 2010
3. Beginn eines Projekts "100 Schwerinerinnen für den Frieden" in Bezug zur o.g. Ausstellung mit Dokumentation
4. Beginn eines Projektes "Ökumenischer Stand der Kirchen auf dem Weihnachtsmarkt"
Veranstalter:
Förderkreis der Evangelisch-Lutherischen Bernogemeinde Schwerin e.V.
Ansprechpartner und Kontakt:
Förderkreis der Ev.-Luth. Bernogemeinde Schwerin e.V.
Lübecker Str. 209
19059 Schwerin
Telefon: +49 (0)385 - 77 33 91 93
Telefax: +49 (0)385 - 77 33 91 95
Projekt-Homepage:
Ausgangspunkt:
Als Kirchgemeinderatsmitglied nahm unsere stellvertretende Vorsitzende im Jahr 2005 an einer Reise des OKR in die USA teil. Auf dieser Reise wurde die Epiphany Church in Dayton/Ohio besucht. Die dortige Gemeinde hat zur Förderung die "Apple-Tree-Society" gegründet. Unter diesem Dach finden sich Förderer der Gemeinde zusammen, die bereits zu Lebzeiten Verfügungen zugunsten der Gemeinde treffen; sei es, dass Lebensversicherungen zugunsten der Gemeinde abgeschlossen werden oder testamentarisch festgelegt wird, welche Summe die Gemeinde im Todesfall erben soll. Da zwar die Höhe der Zahlungen schon feststeht, jedoch nicht der genaue Zeitpunkt, wann die Gemeinde über das Geld verfügen kann, besteht eigentlich wenig Planungssicherheit. Dennoch hat die Gemeinde so die Möglichkeit, längerfristig größere Projekte planen zu können, denn der finanzielle Rückhalt ist ja vorhanden. Im Eingangsbereich der Kirche wird der Gemeinde eindrücklich aufgezeigt, wer schon Mitglied der "Apple-Tree-Society" ist: ein stilisierter Apfelbaum aus Metall, auf dessen Blätter die jeweiligen Namen der Mitglieder eingraviert wurden.
Inspiriert durch diese Eindrücke, jedoch in genauer Kenntnis der finanziellen Lage unserer Gemeindemitglieder und dass deshalb sich solch eine Form des Fundraisings durch Lebensversicherungen und Erbschaften nicht verwirklichen lassen würde, wurden zunächst Überlegungen im Kirchgemeinderat gestartet, in denen es darum ging, die Freunde und Förderer überhaupt der Gemeinde sichtbar zu präsentieren, etwa durch den Bischofsstab als Logo der Gemeinde, der aus Metall gefertigt ebenfalls mit Metallplättchen besetzt werden könnte, auf denen die Namen unserer Spender verewigt sind.
Letztendlich sollte aber zunächst der Kreis der Spender überhaupt erkennbar und vergrößert werden. Ein Förderverein oder -kreis schien hier die richtige Wahl zu sein.
Projektgruppe:
Für die Durchführung des Projektes braucht man aber Menschen, die diese Ideen umsetzen und täglich zur Verfügung stehen. Mit ehrenamtlich Tätigen ist dies allein nicht zu bewerkstelligen. Uns ist es gelungen, die ARGE von unserem Konzept zu überzeugen und mit ihr zusammen ein Pilotprojekt zu starten. Sie stellt uns 10 Menschen für zunächst ein Jahr zur Verfügung, die von der ARGE bezahlt werden. Wir müssen diese Personen entsprechend gewisser Vorgaben natürlich beschäftigen.
Dadurch können wir einen täglichen Service von 9.00 - 18.00 Uhr, u.U. auch am Wochenende, gewährleisten.
Der Förderkreis hat ein Ladenlokal beim selben Vermieter wie den der Bernogemeinde im selben Hauskomplex angemietet; der Vermieter überlässt uns das Ladenlokal für ein Jahr mietfrei.
Gemeindemitglieder waren sofort von der Idee begeistert, außerhalb der existierenden Angebote der Bernogemeinde noch etwas (anderes) tun zu können. Ideelle Förderer waren also schnell gefunden. Aber auch Außenstehende waren angetan und so gelang es z.B., den Raum des Förderkreises mit Unterstützung der AOK Schwerin komplett einzurichten, einschließlich Computer und Büromöbel. Daneben gingen unzählige Einzelspenden von Geschirr und Materialien innerhalb kürzester Zeit ein; viele Menschen freuen sich, dass die gespendeten Dinge noch gebraucht werden und genießen es, aus "ihrer" gespendeten Tasse bei einem Besuch im Förderkreis dann zu trinken. Das Gemeinschaftsgefühl und das Miteinander werden gestärkt. Daher verwundert es auch nicht, dass durch Mundpropaganda und unsere Informationsflyer, die in regelmäßigen Abständen den Haushalten in der Weststadt zugehen, der Kreis der Besucher immer größer wird, gerade auch von nicht konfessionell Gebundenen.
Ziele:
Das Projekt unterstützt den Gemeindeaufbau
- kurzfristig: die Tür zum Raum des Förderkreises ist jeden Tag geöffnet, die Gemeinderäume nur zwei Hauseingänge weiter. Jedes Gemeindeglied, das in die Gemeinde will, schaut beim Förderkreis herein und umgekehrt. Dadurch wird eine engere Bindung an die Kirchgemeinde hergestellt. Aber ebenso nicht konfessionell gebundene Menschen schauen im Förderkreis auf eine Tasse Kaffee und ein Gespräch oder zu den (Englisch- und Computer-) Kursen vorbei, lesen nebenbei die ausliegenden Materialien (u.a. Gemeindebrief und weitere kirchliche Publikationen) und hören zu bei eventuellen Gesprächen über die Gemeindearbeit und merken, dass kirchliche Arbeit eine Arbeit an und für die Menschen dieser Stadt ist, also auch für sie. Unser Regal zum Büchertausch verfügt über mehrere Hundert Bücher aller Arten und für jedes Alter. Auch eine stundenweise Betreuung von Kleinkindern ist möglich; umfangreiches Spielzeug und ausgebildetes Personal ist vorhanden.
- mittelfristig: durch die Tätigkeiten der 10 Personen der ARGE in den Haushalten und den Pflegeheimen der Weststadt werden Begriffe wie Nachbarschaftshilfe, Unterstützung und Freizeitbeschäftigungen (wieder-)belebt und sie werden in Verbindung mit einer Kirchgemeinde erlebt. Viele Gemeindemitglieder freuen sich, dass sie von "ihrer" Gemeinde nicht vergessen wurden, andere Bewohner nehmen wohlwollend zur Kenntnis, dass Hilfe und Freundlichkeit kostenfrei freiwillig gegeben wird in einer Gesellschaft, wo ansonsten jede Hilfestellung zu bezahlen ist.
- langfristig: der Bekanntheitsgrad der Bernogemeinde erhöht sich, es interessieren sich viele Menschen für die Arbeit in der Gemeinde und es besteht die Hoffnung, dass Menschen in die Kirche eintreten. Zumindest ist aber gewährleistet, dass kirchliche Arbeit als wohltuend und in unserer Gesellschaft als unbedingt notwendig angesehen wird. Dadurch werden Brücken gebaut, Ängste abgebaut und neue Verbindungen aufgebaut.
Gemeindemitglieder waren sofort von der Idee begeistert, außerhalb der existierenden Angebote der Bernogemeinde noch etwas (anderes) tun zu können. Ideelle Förderer waren also schnell gefunden. Aber auch Außenstehende waren angetan und so gelang es z.B., den Raum des Förderkreises mit Unterstützung der AOK Schwerin komplett einzurichten, einschließlich Computer und Büromöbel. Daneben gingen unzählige Einzelspenden von Geschirr und Materialien innerhalb kürzester Zeit ein; viele Menschen freuen sich, dass die gespendeten Dinge noch gebraucht werden und genießen es, aus "ihrer" gespendeten Tasse bei einem Besuch im Förderkreis dann zu trinken. Das Gemeinschaftsgefühl und das Miteinander werden gestärkt. Daher verwundert es auch nicht, dass durch Mundpropaganda und unsere Informationsflyer, die in regelmäßigen Abständen den Haushalten in der Weststadt zugehen, der Kreis der Besucher immer größer wird, gerade auch von nicht konfessionell Gebundenen.
Zielgruppe:
Zielgruppe waren zunächst die Bewohner des Stadtteils, in dem die Ev.-luth. Bernogemeinde liegt.
Mittlerweile hat sich die Zielgruppe durch die Durchführung der stadtweiten Ausstellung "1000 Frauen für den Frieden" und des damit verbundenen Bekanntwerdens erweitert, wobei der Schwerpunkt nach wie vor in der Weststadt liegt.
Konzeptionelle Einbindung:
Der Förderkreis setzt mit diesem Projekt den diakonischen Auftrag der Gemeinde um. Menschen helfen Menschen, damit es allen besser geht. Diese Art des Fundraising ist Teil einer Strategie für Gemeindeaufbau.
Ansprechpartner und Kontakt:
Förderkreis der Ev.-Luth. Bernogemeinde Schwerin e.V.
Lübecker Str. 209
19059 Schwerin
Telefon: +49 (0)385 - 77 33 91 93
Telefax: +49 (0)385 - 77 33 91 95
Unterstützung der Mitarbeiter:
Die Ehrenamtlichen erhalten ideelle Unterstützung; die 10 Personen erfahren täglich im Gespräch und bei Besuchen, wie hilfreich ihre Unterstützung für die Betreuten ist. Die Motivation ist wahrscheinlich einfach schon die Tatsache, dass diese Personen wieder täglich arbeiten.
Eine irgendwie geartete finanzielle Unterstützung wird durch den Förderkreis nicht gewährt.
Öffentlichkeitsarbeit:
Nach Gründung des Förderkreises wurden die Bewohner der Weststadt mit Informationsflyern beworben. Zudem gab es Abkündigungen bei Gottesdiensten und im Gemeindebrief.
Durch die Teilnahme an verschiedenen Arbeitsgruppen konnten Netzwerke genutzt werden und die Durchführung der Ausstellung ?1000 Frauen? führt zu einer guten Presse; mindestens 1x wöchentlich wird über den Förderkreis berichtet.
Finanzierung:
Das Projekt dauert noch an, eine Auswertung kann daher nicht erfolgen.
Innerkirchlich haben wir viel Lob erfahren für unsere unkonventionelle aber zukunftsweisende Idee (s. 2. Platz beim Fundraisingpreis). Die Öffentlichkeit nimmt uns zunehmend war, man muss allerdings genau erklären, dass der Förderkreis etwas anderes ist als die Kirchgemeinde.
Nachwirkungen:
Das Projekt wirkt insofern weiter, als dass sich der Förderkreis etabliert hat und weiterarbeiten kann.
Datei-Anhänge:
Keine Dateien zur Verfügung gestellt.

