GottesdienstExperiment
Kurzbeschreibung:
Das Gottesdienstexperiment hilft jungen Menschen (von verschiedenen kirchlichen und nicht-kirchlichen Hintergründen) einen Gottesdienst nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Über die Homepage haben die Teilnehmer schon im Vorfeld die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen. Bei einem gemeinsamen Treffen entscheiden sich die Teilnehmer dann für ein Thema und einen Stil aus den gesammelten Ideen. Diese werden dann von allen Teilnehmern in verschiedenen Bereichen zu einem Gottesdienst verarbeitet. Im Jahr 2008 sind im Zuge dieser Arbeit 5 ungewöhnliche, kreative Gottesdienste entstanden (auf der Homepage gibt es einiges an Material dazu).
Bilder:
Keine Bilder zur Verfügung gestellt.
Beschreibung:
Und so geht's:
Wir gestalten gemeinsam mit dir einen Gottesdienst in deinem Stil: deine Themen, deine Musik, deine Kreativität gepaart mit Ansprachen und Gebeten. Bei allem kannst du deine Wünsche und Ideen mit einbringen. Dabei wirst du mit engagierten Leuten, die das Gleiche wollen, in Kontakt kommen.
Schritt 1: Zutaten
Wir sammeln auf dieser Homepage die Themen, die dich und mich bewegen. Außerdem suchst du dir aus, in welchem Bereich du dich gerne einbringen möchtest. Egal, worauf du Lust hast: Musik, Theater, Video, etc. Bei uns kannst du's machen. Egal, ob du ein Profi bist oder ein absoluter Beginner. Du bist willkommen!
Schritt 2: Labor
Sehen werden wir uns dann alle beim nächsten Kennenlerntreffen in der Eben-Ezer Gemeinde. Da werden wir dann gemeinsam eins der meistgewünschten Themen für das erste Experiment auswählen, Ideen austauschen und dann wird's richtig kreativ!
Du gehst in den Bereich, den du dir ausgesucht hast. In den folgenden Wochen trifft sich dein Bereich dann, wann es euch am Besten passt, um euren Teil des Gottesdienstes (z. B. das Video, die Musik, die Raumgestaltung) dem Thema und euren persönlichen Ideen und Vorstellungen entsprechend auszuarbeiten.
Schritt 3: Experiment
Was dabei entsteht? Keine Ahnung. Wir wissen ja noch nicht, was dich bewegt und was du dir von einem Gottesdienst wünschst. Wir werden es gemeinsam beim nächsten Gottesdienstexperiment erfahren.
Termine:
Die von allen Teilnehmern erarbeiteten Gottesdienstexperimente finden an folgenden Daten statt:
13.3.2009
15.5.2009
10.7.2009
11.9.2009
5.11.2009
Veranstalter:
Landeskirchliche Gemeinschaft Eben-Ezer Berlin
Unterstützer:
Friedrich Gülzow
Evangelischer Pfarrer und Superintendent des Kirchenkreises Steglitz
Axel Nehlsen
Gemeinsam für Berlin
Hans-Georg Filker
Direktor der Berliner Stadtmission
Debora Baumann
Ehrenamtliche Vorsitzende des EC-Kinder- und
Jugenddienst im Gemeinschaftswerk Berlin-Brandenburg
Elvira Kübler
Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Johann-Sebastian-Bach
Ansprechpartner und Kontakt:
David Jansen
Landeskirchliche Gemeischaft Eben-Ezer
Celsiusstr. 46-48
12207 Berlin
030-84319891
Projekt-Homepage:
http://www.gottesdienstexperiment.de
Ausgangspunkt:
Treffen von verschiedenen Ehrenamtlichen (zu einem großen Teil aus Eben-Ezer, zum Teil von Christen aus verschiedenen Gemeinden) zur Frage, wie man junge Erwachsene erreichen kann und dabei neue Medien einsetzt.
Projektgruppe:
Der Hauptamtliche David Jansen wurde von der Gemeinde Eben-Ezer hauptsächlich für die Arbeit an diesem Projekt angestellt. Leiter der verschiedenen Teams sind ehrenamtliche junge Erwachsene und der Prediger der Gemeinde. Alle Teilnehmer (mit unterschiedlicher Nähe zur Gemeinde) arbeiten in verschiedenen Bereichen an der Gestaltung des Gottesdienstes mit.
Ziele:
Ziele des Gottesdiesntexperimentes sind:
- Junge Erwachsene über neue Medien anzusprechen
- Jungen Erwachsenen einen Ort zu geben, an dem sie ihre spirituellen Wünschen und Ideen äußern und umsetzen können und so einen Gottesdienst gestalten, der ihnen gefällt.
- Durch die Mitarbeit das Interesse an Kirche und Glauben zu stärken
- Den Interessierten weitere Möglichkeiten aufzeigen, wie sie im Bereich Kirche ein zu Hause finden können und in ihrem Glauben wachsen
Zielgruppe:
Junge Erwachsene und Jugendliche aus kirchlichen und nicht-kirchlichen Hintergründen. Die Zielgruppe wurde tatsächlich erreicht, wobei ein größerer Teil aus einem kirchlichen Hintergrund stammt.
Konzeptionelle Einbindung:
Eben-Ezer hat auch die anderen Bereiche der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen überarbeitet. Junge Erwachsene, die durch das Gottesdienstexperiment in die Gemeinde kommen, haben die Gelegenenheit, zu Spieleabenden, "Sing & Pray" oder den verschiedenen Hauskreisen für junge Erwachsene zu gehen.
Ansprechpartner und Kontakt:
David Jansen
Landeskirchliche Gemeischaft Eben-Ezer
Celsiusstr. 46-48
12207 Berlin
030-84319891
Unterstützung der Mitarbeiter:
Die Mitarbeiter werden von ihren Bereichsleitern gefördet. Es gab beispielsweise im Bereich Theater einen Workshop von dem Leiter mit professionellen Training. Der Videoleiter lehrte einige Teilnehmer, wie man Videos professionell schneidet etc.
Nach den ersten 3 Experimten gab es eine Party, um die Erfolge zu feiern.
Die Bereichsleiter sind oft in Kontakt, um die Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen zu besprechen und sich auch über Schwierigkeiten auszutauschen.
Öffentlichkeitsarbeit:
Es gab Artikel über das Projekt in "Die Kirche", der "Tagespiegel", "ERF" und wir haben Anzeigen in das Szenemagazin "Tip" gesetzt. Allerdings war die erfolgreichste Öffentlichkeitsarbeit die Mund-zu-Mund-Propaganda.
Finanzierung:
Wir bewerten das Projekt anhand des Erreichens der Ziele. Es ist gelungen, dynamische Gottesdienste von jungen Erwachsenen zu schaffen. Es ist ebenfalls gelungen, einige nicht-kirchliche Menschen mit einzubinden, ihr Interesse zu unterstützen und ihren wachsenden Glauben zu fördern. Bei der Arbeit an den Experimenten ist eine sehr positive Atmosphäre entstanden, bei der sich die Teilnehmer wohlfühlen.
Das Projekt wurde so positiv bewertet, dass es schon 2mal verlängert wurde.
Allerdings arbeiten wir daran, dass noch mehr nicht-kirchliche Menschen angesprochen werden. Ausserdem haben wir den Vorbereitungsprozess der einzelnen Experimente überarbeitet, um ihn noch attraktiver zu gestalten.
Es ist fast gar nicht gelungen, junge Menschen über die Medien anzusprechen, desshalb konzentrieren wir uns noch stärker auf persönliche Kontakte. Besonders positiv wurde von allen Seiten die Kreatvität aller Elemente der einzelnen Gottesdienstexperimente bewertet.
Nachwirkungen:
Positive Nachwirkungen sind, dass die anfangs nicht-kirchlichen Mitarbeiter der Experimente jetzt auch in anderen Orten der Kirche (teilweise Gottesdienste, Hauskreise, Spieleabende etc.) auftauchen. Ausserdem sind die Veränderungen der Teilnehmer selbst die größte Ermutigung. Hier dazu ein kleines Interview:
1. Warum bist du zum Gottesdienstexperiment gekommen?
Im Grunde genommen bin ich eher in das Gottesdienstexperiment "hereingerutscht" durch eine Freundin, die ich mit in meine Gemeinde genommen habe und die mich ermutigt hat dort mitzumachen. Erst war ich etwas skeptisch - aber das lediglich aufgrund meiner damaligen Situation - ich war mir nicht sicher, ob ich es zeitlich und psychisch schaffen würde. Ich litt an Depressionen und war gesundheitlich angeschlagen und hatte zudem gerade an einem neuen Arbeitsplatz begonnen, was mir alles in allem als "ziemlich viel auf einmal" erschien.
2.Wie war deine Erfahrung mit Gottesdienstexperiment?
Mir hat es viel Spass gemacht, auch wenn ich ein wenig Zeit brauchte, um mich voll einzubringen und zu vertrauen, dass das, was ich da tue, nicht perfekt sein soll, sondern etwas bewirken soll. Und das hat es nicht nur für mich und meine persönliche Entwicklung, sondern - so hoffe ich zumindest - auch bei den Gottesdienstexperimentbesuchern und all den anderen Mitwirkenden. Es war eine rein positive Erfahrung und es hat einiges in mir und mit mir verändert.
3. Warum willst du weiter mitmachen?
Na, weils Spass gemacht hat. Logisch, dann will man doch weitermachen und außerdem hoffe ich, dass wir nicht nur in unserer Gemeinde auf GoEx festgelegt sind, sondern dass wir auch "rausgehen" können und viele Menschen mit dem, was wir dort tun, zukünftig erreichen können. Ich kenne viele Menschen aus anderen Gemeinden, die auch Interesse daran hätten. Warum nicht also über unseren Wirkungskreis hinauswachsen??? Wär doch mal eine Idee?
4.Hat deine Perspektiv über den Christlichen Glauben sich verändert durch dieses Projekt und wie?
Ich habe viel dazu gelernt. Neue Perspektiven, neue Eindrücke, eine andere Vielfalt des Lebens an sich. Das hat mich natürlich verändert. Vor allem das Zusammensein hat mir sehr gut getan, der Austausch untereinander, das Verständnis, wenn nicht gleich alles so reibungslos lief, und nebenbei konnte ich Dinge tun, die mir einfach richtig viel Spass gemacht haben und die ich allein nicht gemacht hätte. Und das Schönste ist dann noch, wenn man nach einem Experiment positives Feedback bekommt. Dann lacht die Seele.

