Kinderzirkus Jubello
Kurzbeschreibung:
Der Kinderzirkus Jubello ist ein Projekt des CVJM Plauen e.V., welches es bereits vier Jahre gibt. Angefangen hat es mit einer Kinderfreizeit, die von 2005 an jedes Jahr stattfand.
Das Wichtigste in diesen Freizeiten ist jedoch nicht die Beschäftigung mit Zirkusrequisiten und Künsten, sondern mit Geschichten aus der Bibel und einem Zugang zum christlichen Glauben für Kinder aller Herkunft und sozialer Schichten.
Mittlerweile hat sich dieses Zirkusprojekt zu einem festen Bestandteil unserer Arbeit etabliert. Es gibt eine Zirkus AG an einer Grundschule und eine Jugend AG an einer Realschule.
Dazu kommen noch freie Trainingszeiten und viele durchgeführte Wochen- und Wochenendprojekte. Wir haben ein kleines Zirkuszelt und mittlerweile einen reichlichen Fundus an Arbeitsmaterial.
Bilder:
Keine Bilder zur Verfügung gestellt.
Beschreibung:
Die kulturpädagogische Ausrichtung und die christliche Prägung des Vereins bilden die konzeptionellen Grundlagen des Projekts.
Kinderzirkusarbeit unter kulturpädagogischen Gesichtspunkten setzt in der Praxis Professionalität der Beteiligten voraus, so wie eine Grundausstattung von Zirkusutensilien bzw. gute technische und räumliche Vorraussetzungen.
Der Zirkus soll all das beinhalten, was einen "richtigen" Zirkus ausmacht.
In unserem Kinderzirkus kommt es auf jeden Einzelnen an. Hier wird nicht konsumiert, sondern selbst agiert. Die Durchführung des Vorhabens vom ersten Training bis zur ersten Aufführung erfordern Mitplanung, Mitgestaltung, Übernahme von Eigenverantwortung. Die Kinder können das Zirkusprojekt nach ihren Wünschen, Träumen und Vorstellungen entwickeln und mitgestalten.
Wenn die Kinder selbst bestimmen dürfen, was sie bei der Aufführung vorführen möchten, werden sie ihren selbst gesteckten Zielen mit besonderem Eifer und großer Ausdauer nachkommen. Hierfür muss von Seiten der Pädagogen und Künstler genügend Raum geschaffen werden.
Inhaltlich gibt es bei uns vier Arbeitsbereiche:
1. Arbeitsgemeinschaften an Schulen
2. Workshop-Arbeit an Wochenenden mit speziellen Themen und Referenten
3. Ferienfreizeitmaßnahmen
4. Aufführung des erlernten Programms
Vor allem unsere Sommerferienfreizeit ist sehr beliebt und auch von vielen Außenstehenden besucht. Durch die Arbeit in den AGs und an den Schulen ist der Aktionsradius des Kinderzirkusprojektes inzwischen sehr weit gespannt. Daher versuchen wir ein ausgeglichenes Verhältnis bei den Teilnehmern von christlich- und nicht christlich erzogenen Kindern herzustellen.
Zusammenfassend haben sich aus der Praxis heraus folgende Schwerpunkte herauskristallisiert:
- Entwicklung von Kreativität
- Künstlerische Erziehung
- Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung
- Förderung von sozialem Lernen, Gemeinschaft, festen Regeln und Abläufen
- Zugang zum Glauben an Jesus Christus ermöglichen und vertiefen
Termine:
11. Juni - Auftritt zum Tag der offenen Tür an der Grundschule
12. - 14. Juni 2009 - Zirkuswochenende,
mit Auftritt
21. Juni 2009 - Auftritt
5. - 15. Juli - Zirkusfreizeit mit ca. 50 Teilnehmern, mit Auftritten
22. August 2009 - Auftritte
12. Oktober - 17.Oktober 2009
Zirkuswoche im Chrieschwitzer Hang
(Neubausiedlung in Plauen)
16. Dezember 2009 - Weihnachtsshow
Veranstalter:
CVJM Plauen e.V.
Weg der Jugend 8
08538 Weischlitz
Tel. (037436) 2766
Fax (037436) 12870
Homepage: www.cvjm-plauen.de
Zirkuspage: www.jubello.de
Ansprechpartner und Kontakt:
Herr Jens Müller
Diplom Sozialpädagoge (FH)
E-Mail: illus@cvjm-plauen.de
mobil: 0152-02055647
Projekt-Homepage:
Ausgangspunkt:
Der CVJM Plauen e.V. führte im Zeitraum vom 24.07. bis 30.07.2005 auf dem Gelände des CVJM-Hauses in Weischlitz eine Kinderzirkusfreizeit durch. Den konzeptionellen Grundgedanken der Freizeit bildete das Thema: Kinder machen Zirkus. Mit einer Teilnehmerzahl von 47 Kindern im Alter von 7 bis 13 Jahren war es möglich, die damit verbundenen Ideen in die Praxis umzusetzen. Hierbei war das Tagesprogramm von zwei Einheiten bestimmt: der inhaltlichen und der praktischen Arbeit mit Kindern.
In dabei durchgeführten Workshops hatten die Kinder die Möglichkeit, sich auszuprobieren, ihre Talente zu entdecken und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. In einer Gruppe von je ca. 8-9 Personen übten und trainierten die Kinder gemeinsam mit ihren Workshopleitern. Die kleinen Artisten konnten so auch ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Trotz unterschiedlichster Charaktere integrierten sich die Kinder erstaunlich schnell in die von ihnen gewählten Arbeitsgruppen. Es entstanden Freundschaften, welche auch dazu beitrugen, dass die Kinder ein großes Potential an Eigeninitiative entwickelten.
Das gemeinsame Ziel der Zirkusfamilien (diese waren 5 Zelte von je ca. 8-10 Kindern + 2 Betreuern), die Zirkusvorführung in einem "richtigen" Zirkuszelt, wurde zu einem großen Ereignis wie auch Erfolg für die kleinen Darsteller. Am Tag der Aufführung kamen die Eltern und bewunderten den gelungenen Auftritt ihrer Kinder.
Auf Grund der positiven Resonanz aller teilnehmenden Personen sowohl Kinder als auch Mitarbeiter hatten wir uns als Verein das Ziel gesetzt, den Kinderzirkus als festen Bestandteil in die von uns durchgeführten Projekte zu integrieren.
Projektgruppe:
Die Arbeit stand, steht und fällt mit Ehrenamtlichen und mit guten und bezahlbaren Honorarkräften, die gewillt sind, ihr Können auch noch ungeduldigen Kindern zu vermitteln.
Also mussten wir uns in der Vergangenheit einen Pool an fähigen Mitarbeitern schaffen, die selbst Erfahrungen in den Bereichen wie Clownerie, Jonglage, Akrobatik etc. haben, sowie darüber hinaus über eine pädagogische Kompetenz verfügen.
Doch sind wir hier nicht in Berlin oder einer anderen Großstadt, sondern auf dem Lande.
So haben sich im Kreis der "Zirkusverrückten" hier Menschen angesammelt, die eigentlich keinen oder nur einen geringen Bezug zum christlichen Glauben haben. Das macht die Arbeit manchmal auch nicht einfacher, wenn das Missionsfeld z. T. im eigenen Team liegt.
Einen Auftritt mit fast 50 Kindern an einem "fremden" Ort zu organisieren, bedarf einer guten Logistik. Noch dazu Bühnenbilder, die Technik der Band, Kostüme und Requisiten zu transportieren und aufzustellen.
Alle Beteiligten wollen verpflegt und versorgt sein. Natürlich machen hierbei einige Eltern mit, aber der Betätigungsfreiraum für Ehrenamtliche ist dennoch sehr groß.
Gerade die Sommerfreizeiten und die Workshopwochenenden bedürfen vieler Helfer. Aber durch ein gutes Mitarbeiter- und Betreuerteam wurde schon manches Lampenfieber gesenkt.
Im Hintergrund agierten hierbei viele Leute mit, die Essen vorbereiteten, schmutzige Kostüme wuschen, die Kinder zu den Auftrittsorten fuhren oder der Band bei den Aufbauten von der Tontechnik halfen.
Der Betreuerpool liegt bei bis zu 10-15 Ehrenamtlichen - abhängig von Größe und Länge des Vorhabens. Diese werden auf einer "Taschengeldbasis" gering honoriert.
Ziele:
Für unsere Arbeit ist gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt oberste Zielsetzung. Die Kinder sollen so die Fähigkeit entwickeln, Konflikte nicht über Machtstrukturen, sondern kooperativ und friedlich zu lösen.
Im Folgenden sind wichtige Lernfelder und Ziele unserer Arbeit beschrieben:
- Vermittlung von Grundlagen in allen Bereichen die Zirkus bietet
- Erarbeitung gemeinsamer Auftritte
- Die Entwicklung von Durchhaltevermögen und der Wille durch zeit- und kraftaufwendige Übungsphasen etwas zu lernen wird gestärkt.
- Die Kommunikatikon und Kooperation wird gefördert, da die TeilnehmerInnen aufeinander angewiesen sind, um eine gemeinsame Präsentation ihrer Arbeit möglich zu machen
- Rücksichtsvoller und verständiger Umgang miteinander führt zu mehr Toleranz
- Förderung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins.
Zielgruppe:
Die Hauptzielgruppe sind Kinder im Alter von 7 - 14 Jahren. Diese sind zum Teil Kinder aus unseren Zirkus AGs und zu den Freizeiten, Seminaren und Workshops Angemeldete.
Diese Veranstaltungen und Ferienfreizeiten werden vorher öffentlich ausgeschrieben. Von den angemeldeten Kindern sind erfahrungsgemäß 60 % Mädchen und 40 % Jungen.
Es sind Kinder aus allen sozialen Schichten und - immer mehr - verschiedener ethnischer Herkunft. Dabei spielen der Hintergrund der Kinder, der Sozialstatus der Eltern und die religiöse Zugehörigkeit eine untergeordnete Rolle.
Das zunehmende Auftreten von übergewichtigen und motorisch schlecht entwickelten Kindern ist eher als Problem zu sehen, das zu Benachteiligungen in der Gruppe führt. Hier gilt es auch für uns anzusetzen und pädagogisch einzugreifen, denn gerade bei diesen Kindern schlummert ein Potential, das es zu wecken gilt.
Konzeptionelle Einbindung:
Das Kinderzirkusprojekt ist nicht nur ein Teil der Arbeit unseres Vereins geworden, sondern hat die Ausrichtung und das Profil ganz neu festgelegt. So ist diese Arbeit gemeinsam mit unserem Kinderchor und der Familienarbeit unser Aushängeschild geworden, dass uns die meiste Außenwirkung und die größte Frequentierung bringt.
Ansprechpartner und Kontakt:
Herr Jens Müller
Diplom Sozialpädagoge (FH)
E-Mail: illus@cvjm-plauen.de
mobil: 0152-02055647
Unterstützung der Mitarbeiter:
Um eine qualitativ hochwertige Arbeit abzuliefern, braucht es gute geschulte Mitarbeiter. Das gilt auch für die Arbeit an und mit Menschen - besonders mit Kindern.
Da diese Arbeit einer großen Außenwirkung und Transparenz unterliegt, wird auch sehr darauf geschaut - was in solchen Projekten passiert ... von Seiten der Eltern, der Drittmittelgeldgeber, des Jugendamtes, des Jugendringes usw.
Für die Ehrenamtlichen hieß dass ein Einlassen auf ständige Kontrolle und Reflektion der Arbeit.
Dadurch war auch eine gewisse Disziplin und innerer Antrieb gefordert, die z. T. körperlich anstrengende und auch nervenaufreibende Arbeit zu wollen und durchzustehen.
Für die Ehrenamtlichen wurde darüber hinaus noch die Qualifizierung in den Bereichen Persönlichkeit, Kommunikation und erzieherische Fragen im Umgang mit Kindern durch Referenten angeleitet.
Doch meist nahmen unsere Ehrenamtlichen an einer JULEICA-Schulung teil, die von uns finanziert wurde.
Ehrenamtliche waren und sind auch bei Eltern von Teilnehmerkindern zu finden.
Hier förderte die Zusammenarbeit mit den Elternhäusern das Engagement vieler Angehöriger.
Öffentlichkeitsarbeit:
Mit diversen Ausschreibungen in regionalen Programmheften zu Angeboten und Ferienfreizeiten, den regionalen Tageszeitungen: Freie Presse und Vogtland-Anzeiger, sowie durch die Veröffentlichung auf unserer Homepage läuft eine kontinuierliche Werbung auf verschiedenen Ebenen.
Während der Projekte wurde fast immer mitgefilmt, und im Anschluss dann jährlich eine DVD ausgegeben.
Die geprobten Dinge wurden und werden im weiteren Jahresverlauf einem breiten Publikum in Vorstellungen präsentiert.
Dies ist natürlich die beste Methode, es öffentlichkeitswirksam in der Presse publik zu machen.
Finanzierung:
Jede unserer Aktivitäten hatte auch einen Präsentationscharakter. Für solch eine Präsentation wurde geprobt und darauf hingearbeitet aber nicht unter der Maßgabe des Erfolges oder einer Zwanghaftigkeit, sondern die Gruppenprozesse, die Gespräche, Gebete, das gemeinsame Singen und das Miteinander standen im Vordergrund.
Aber "das Brot eines Künstlers ist der Applaus" und davon gab es reichlich. Im Publikum waren die Eltern und Verwandten der Kinder, aber auch die verschiedensten Interessierten aller Altersschichten.
Und die Besucherzahlen waren und sind gut, wir spielten immer im vollen Zelt oder vor zahlreichem Publikum.
Nachwirkungen:
Vielen Kinder fehlt es heutzutage durch Fernsehen oder Computer an Bewegung. In Verbindung hiermit treten immer häufiger Koordinationsschwierigkeiten auf. Zirkusspiel ist immer verbunden mit Bewegung und jede Bewegungsaktivität wirkt sich positiv auf die Gesundheit und die Fitness aus.
Bei den verschiedenen Zirkustechniken wird die ganze Kondition des Übenden beansprucht, also Kraft, Koordination, Flexibilität und Ausdauer. Aber egal welche Zirkusdisziplin man ausübt, es gehört immer viel Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen und Fleiß dazu, wenn man es auf ein vorführbares Niveau bringen möchte.
Die Akrobatik vermittelt in spielerischer Weise wichtige Eigenschaften, wie Kraft, Beweglichkeit, Körperspannung und die Orientierung im Raum. Beim Einradfahren oder auch der Laufrolle, bzw. auf der Laufkugel wird im hohen Maße der Gleichgewichtssinn geschult. Außerdem lernen die Kinder ihre Angst zu überwinden, wenn sie das erste Mal frei auf dem Einrad fahren oder frei balancieren.
Dieses Überwinden der Angst fördert wiederum das Selbstbewusstsein und führt dadurch auch zu einem positiven Wohlbefinden. Das Jonglieren trainiert in erster Linie die Koordination. Jonglieren ist immer mit einem Rhythmus verbunden.

