Ferienspiele im Pionierhaus
Kurzbeschreibung:
Im ehemaligen Pionierhaus wird Kindern aller sozialen Hintergründe ein aktives, gemeinschaftsorientiertes Ferienprogramm geboten, das auf christliche Wertevermittlung setzt. Das Programm läuft über 2 Sommerwochen von 10-16 Uhr.
Der geringe Unkostenbeitrag, der Verzicht auf Anmeldung und eine warme Mahlzeit machen die Ferienspiele so familienfreundlich.
Bilder:
Keine Bilder zur Verfügung gestellt.
Beschreibung:
Die Ferienspiele werden zwei Wochen lang in den Sommerferien durchgeführt. Das Angebot richtet sich an alle Kinder von 9-13 Jahren und ist nicht an eine Vereinsmitgliedschaft, Religions- oder Konfessionszugehörigkeit gebunden! In diesen zwei Wochen ist das Haus von 10.00 - 16.00 Uhr für die Kids geöffnet. Das Tagesprogramm beinhaltet freies Spiel, Geländespiele, Bastelworkshops, traditionelle Gruppenspiele wie Brennball, Hase-und-Jäger, Sportspiele von Federball bis Basketball, Outdoor-Aktivitäten wie Kistenstapeln und Riesentrampolin springen. Außerdem ist für jeden Vormittag eine Themenzeit konzipiert, die mit biblischen Geschichten und Kinderliedern auf christliche Wertevermittlung setzt. Eine vorherige Anmeldung der Kinder durch die Eltern ist nicht nötig. Der Teilnehmerbeitrag pro Tag und Kind beträgt 3 Euro. Hierin ist ein warmes Mittagessen enthalten.
Termine:
25.07.-05.08.2005
24.07.-04.08.2006
30.07.-10.08.2007
21.07.-01.08.2008
06.07.-17.07.2009
Veranstalter:
Verein für diakonische Arbeit e.V. in Kooperation mit der
Landeskirchlichen Gemeinschaft Burg
Ansprechpartner und Kontakt:
Ulrike Weingärtner
Nachtweidenstraße 10
39288 Burg
03921/45431
0151/20461353
Projekt-Homepage:
http://www.pionierhaus-burg.de/ferienspiele
Ausgangspunkt:
Zu Zeiten des DDR-Regimes wurde das Gebäude als Versammlungs- und Veranstaltungsgebäude der staatlich geführten Kindermassenorganisation Thälmann-Pioniere genutzt. Hier wurden viele Arbeitsgemeinschaften, Kurse, Freizeitangebote und auch Ferienspiele zur Verbreitung sozialistischen Gedankengutes organisiert und durchgeführt. Aufgrund der Nutzung des Pionierhauses in Zeiten des DDR-Regimes, verbinden viele Bürger der Stadt Burg das markante Gebäude in der Berliner Chaussee 1a mit persönlichen Kindheitserinnerungen. Seit dem Kauf des Gebäudes durch den Trägerverein VdA e.V. wurden Mitglieder immer wieder auf die Ferienspiele früherer Zeiten angesprochen. In Anlehnung daran (natürlich ohne Vermittlung sozialistischer Ideologie!) finden seit den Sommerferien 2005 hier wieder Ferienspiele statt. Die Ferienspiele haben von Ablauf und Elementen (Geländespiele, Bastelprojekte, regionale Traditionen...) eine ähnliche Struktur wie die früheren. Allerdings werden sie zur Streuung und zum Bekanntmachen christlicher Werte genutzt.
Den entscheidenen Impuls zur Organisation dieser Ferienspiele gaben also kirchen- und gemeindefremde Personen.
Projektgruppe:
Für die Betreuung, die Spiel- und Bastelideen, die Durchführung der Sport- und Outdooraktivitäten sowie die christlichen Themeneinheiten sind jährlich ca. 12-15 ehrenamtliche Mitarbeiter zuständig. Das Team setzt sich hauptsächlich aus Abiturienten und Studenten zusammen. Alle Helfer und Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Die meisten jugendlichen Mitarbeiter kommen aus verschiedenen Gemeinden aus Sachsen-Anhalt und gehören unterschiedlichen Konfessionen an. Einige Helfer sind durch Konktakte zu anderen Gemeinden auch in anderen Bundesländern beheimatet und kommen nur für die beiden Sommerwochen nach Burg. Sehr wenige Mitarbeiter sind selbst keine entschiedenen Christen. Sie helfen, weil sie die Konzeption und das Angebot der Ferienspiele unterstützen wollen oder mit entschiedenen Mitarbeitern befreundet sind.
Ziele:
Wir möchten Kinder für einen möglichst geringen Geldbetrag von der Straße holen und sinnvoll beschäftigen.
Wir möchten, dass Kinder der Stadt Jesus kennen lernen.
Wir möchten Kinder einladen nach den Schulferien unsere wöchentlichen Kindergruppen wie Kindertreff und Jungschar zu besuchen.
Wir möchten Kinder aller sozialen Schichten zusammenführen und ihnen im gemeinsamen Sport und Spiel positive Erlebnisse schaffen.
Wir möchten den Gemeinschaftssinn der Kinder mit möglichst abwechslungsreichen Gruppenaktivitäten steigern.
Wir möchten Kindern der Stadt Burg ein attraktives Ferienprogramm anbieten.
Wir möchten kindliche Bewegung, Aktivität und Kreativität fördern.
Wir möchten Alternative zu Spielkonsolen und Fernsehprogramm sein.
Wir möchten Kindern verlässliche Werte des Christentums anbieten.
Wir möchten Eltern und Familien in der Ferien- und Freizeitgestaltung unterstützen.
Mit der zweiwöchigen Aktion "Ferienspiele" bieten wir eine aktive Ferienbetreuung, die für Eltern und Kinder ein hohes Maß an Flexibilität bietet. Da wir auf eine vorherige Anmeldung verzichten, können Eltern und Kinder jeden Tag entscheiden, ob sie das Angebot in Anspruch nehmen möchten oder nicht.
Zielgruppe:
Das Angebot richtet sich an alle Kinder von 9-13 Jahren und ist nicht an eine Vereinsmitgliedschaft, Religions- oder Konfessionszugehörigkeit gebunden!
Konzeptionelle Einbindung:
Der Verein für diakonische Arbeit wurde von einer Gruppe aktiver Christen mit der Zielsetzung christliche Sozialarbeit, sowie Gemeindeaufbau in der Region zu verwirklichen, gegründet. Unter dem biblischen Motto "Suchet der Stadt Bestes" soll besonders Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Freizeit in guter und geschützter Atmosphäre zu verbringen.
Wir wollen Gemeinde bauen und Infrastruktur für ein Leben mit Jesus bieten.
Nach 40 Jahren DDR und einer wirren Nachwendezeit ist unsere Region entchristlicht. Viele Menschen dieser Stadt leben ohne Gott, sind ohne ihn aufgewachsen und haben ihn nie kennen gelernt. Wir wollen in Zeiten wo Begriffe wie Werteverlust und Perspektivlosigkeit allgegenwärtig sind, besonders jungen Menschen durch den Glauben an Jesus Christus einen Weg zeigen, ihr Leben sinnvoll und mit Ziel zu gestalten. Mit ihnen gemeinsam wollen wir uns auf Neuland wagen.
In Gesprächen mit Bürgern der Stadt wird uns immer wieder erzählt, dass Kinder der ehemaligen DDR die Nachmittagsgestaltung im Pionierhaus als positiv erlebt haben und in den angebotenen Kursen Dinge erlernt haben, die sie sonst wahrscheinlich nie gelernt hätten. Trotz aller politisch begründeten und berechtigten Kritik, insbesondere in Bezug auf die politische Einflussnahme, die auf die Kinder in der DDR-Pionierorganisation ausgeübt wurde, möchten wir Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung bieten und die Möglichkeit Gott kennen zu lernen. Vielleicht haben sie diese Möglichkeit nur bei uns.
Wir möchten in Burg Bahnbrecher und Wegbereiter für Jesus sein.
Mit Pioniergeist wollen wir unsere Augen nicht vor wirtschaftlichen und sozialen Problemen verschließen. In diesen Bedeutungen möchten wir die Weiterführung der Bezeichnung Pionierhaus Burg verstanden wissen.
Durch die Aktion "Ferienspiele" kommen wir über die Kinder in Kontakt mit Familien aller sozialer Backrounds, mit Presse, Unternehmen und städtischen Einrichtungen. So erhalten wir ein Podium, dass uns das Einladen zu Jungscharen und zum Leben mit Jesus sehr einfach macht. Außerdem kann jeder Bürger über das Bringen oder Abholen eines Kindes sehr niedrigschwellig und unverbindlich die Gemeinderäume betreten, ohne sich gleich auf einen Gottesdienst o.ä. einlassen zu müssen.
Ansprechpartner und Kontakt:
Ulrike Weingärtner
Nachtweidenstraße 10
39288 Burg
03921/45431
0151/20461353
Unterstützung der Mitarbeiter:
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in einem Vorbereitungstreffen auf grundlegende Dinge im Umgang mit Kindern vorbereitet. Sie erhalten die Möglichkeit, sich sehr frei mit ihren Gaben, Talenten für Jesus einzusetzen und leben 2 Wochen in einer jungen, lebensbejahenden Gemeinschaft. Die Teamer können ihr pädagogisches Grundgeschick erproben. Auf Wunsch erhalten sie eine Bestätigung über ihren Einsatz und eine Beurteilung, die sie für Bewerbungen für FSJ-Stellen, Au pair- und Austauschorganisationen nutzen können. Bei einigen fallen hier Berufswunschentscheidungen. Die Mitarbeiter finanziell zu entlohnen, entzieht sich unseren Möglichkeiten völlig. Natürlich achten wir den Einsatz von Zeit, Geld, Ideen, Urlaub hoch und versuchen, durch Ausflüge und Unternehmungen in der Region, die nach dem Tagesprogramm durchgeführt werden, unseren Dank zum Ausdruck zu bringen.
Öffentlichkeitsarbeit:
Die Aktion wird jedes Jahr durch Flyer in Grundschulen, Supermärkten und Bäckereien beworben. Außerdem bekommen die Teilnehmer des Vorjahres eine Postkarte als Einladung, sofern sie noch im Altersspektrum liegen. Da uns die wachsenden Teilnehmerzahlen an unsere Kapazitätsgrenzen treiben, werden wir die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Jahr etwas zurückfahren.
Finanzierung:
Die Mitarbeiter halten nach den Ferienspielen einen Feedbackabend ab, an dem protokollarisch Änderungs- und Verbesserungsvorschläge für weitere Aktionen festgehalten werden und besonders positive oder gute Planungsentscheidungen dokumentiert werden.
Die jährlich stark ansteigende Teilnehmerzahl und das positive Feedback von Eltern und der lokalen Pressen ermutigen und stärken uns in der Konzeption der Ferienspiele.
Nachwirkungen:
Das Pionierhaus und sein Angebotsspektrum ist in der Stadt wesentlich bekannter als vor den Ferienspielen. Ein großer Teil der Kinder, die Kindertreff und Jungschar regelmäßig besuchen, sind durch die Ferienspiele dazu gekommen. Außerdem können Jugendliche des Teenkreises bei dieser Aktion sehr gut erste Schritte in verantwortungsvoller Mitarbeit machen.

